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Agro-Wertholz

Agroforstsysteme mit Mehrwert für Mensch und Umwelt

(Verbundprojekt)

 

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Team:

Prof. Alexandra-Maria Klein

Prof. Werner Konold

PhD student Hannah Sharaf

Project duration:

Januar 2015 - September 2017

Funding:

Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)

Collaborator:

 

Hintergrund

Agroforstsysteme (AFS) kombinieren land- und forstwirtschaftliche Produktionen auf derselben Fläche. Sie zeichnen sich bezüglich der Produktionspalette, Sozial- und Umweltleistungen und Landschaftsgestaltung durch eine hohe Flexibilität bei der Bewirtschaftung aus und weisen eine Vielzahl an Vorteilen, vor allem gegenüber konventionell genutzter Agrarlandschaft, auf. Oft werden diese positive Eigenschaften mit dem Begriff „Multifunktionalität“ umschrieben. Über Jahrhunderte gehörten AFS auch in Deutschland ganz selbstverständlich zur Agrarlandschaft, beispielsweise in Form von Streuobstwiesen oder Waldweiden, welche jedoch im Zuge der Industrialisierung mehr und mehr in Vergessenheit gerieten und schließlich im Rahmen der systematischen Trennung von Land- und Forstwirtschaft ab dem 19. Jahrhundert aus den Augen verloren wurden. Doch neuerdings erleben sie aufgrund ihrer vielversprechenden Eigenschaften wieder eine Renaissance in Europa. Moderne Agroforstsysteme lassen sich zudem in idealer Weise mit neuen landwirtschaftlichen Produktionsverfahren, wie reduzierter Bodenbearbeitung und „Precision Farming“, kombinieren und sind im Rahmen der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik (GAP) förderbar, bzw. als „Greening-Maßnahme“ anerkannt. So hat auch in Deutschland das Interesse von Landwirten, Kommunen, Umwelt- und Naturschutzverbänden sowie Verwaltungen, an AFS mit Wertholzkomponente, in den letzten Jahren stark zugenommen.

Problemstellung und Ziele des Vorhabens

Derzeit liegen noch keine Managementkonzepte für Agroforstsysteme, welche wertvolle Baumarten wie Walnuss, Sorbus- Arten, Kulturobstarten oder Edelkastanie betreffen vor. Auch über die möglichen Wechselwirkungen zwischen Wertholz und landwirtschaftlichen Kulturen ist gegenwärtig noch zu wenig bekannt. Häufig wird seitens der Praxis befürchtet, dass Baumstreifen „Infektionsherde“ für invasive Unkräuter darstellen oder Ackerunkräuter sich negativ auf die angebauten Kulturen auswirken können. Bislang existiert hierzu noch keine umfassende Gefahrenanalyse. Auch der zusätzliche Arbeitsaufwand und die Kosten, welche durch die Pflege der landwirtschaftlich ungenutzten Baumstreifen entstehen, werden beanstandet. Eine umfangreiche ökonomische Untersuchung, die eine mögliche Fruchtnutzung mit einbezieht, steht momentan noch aus.

Das Verbundprojekt setzt es sich deshalb zum Ziel, diesen Fragen  und Befürchtungen nachzugehen, multifunktionale Agroforstsysteme mit Wertholzkomponente zu untersuchen und eine naturschutzfachliche und ökonomisch tragfähige Umsetzung in die Praxis, mit Hilfe konkreter Handlungsempfehlungen, gezielt zu fördern.

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