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Leitung:

Prof. Dr. Alexandra-Maria Klein
Tel: +49 (0)761 203-67770

alexandra.kleinatnature.uni-freiburg.de


Sekretariat:

Frau Ilona Winkler
Tel: +49 (0)761 203-3635
Fax: +49 (0)761 203-3638

ilona.winkleratnature.uni-freiburg.de


Anschrift:

Professur für Naturschutz
& Landschaftsökologie
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Stefan-Meier-Str. 76
D-79104 Freiburg

 

 

 

Faktencheck Artenvielfalt

Faktencheck Artenvielfalt

 

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Bearbeitung:

Dr. Anne-Christine Mupepele

MSc. Amibeth Thompson

Prof. Dr. Alexandra Maria Klein

Laufzeit:

April 2021 - März 2026

Finanzierung:

BMBF im Rahmen der Forschungsinitiative
zur Erhaltung der biologischen Vielfalt (FEdA)
unter dem Förderkennzeichen 16LC2001B
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Im Projekt "Faktencheck Artenvielfalt" der Forschungsinitiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zum Erhalt der Artenvielfalt (FEdA) soll das bereits vorhandene Wissen zum Biodiversitätsrückgang in verschiedenen Lebensräumen in Deutschland zusammengefasst werden, wobei Ursachen für den Rückgang und bestmögliche Maßnahmen um diese zu stoppen oder umzukehren ermittelt werden. Ziel ist die Erarbeitung eines Nationalen Assessments für Deutschland.

Die Kapitelgruppe der Professur für Naturschutz und Landschaftsökologie der Universität Freiburg koordiniert das
Teilprojekt zur Biodiversität in
Agrar- und Offenlandschaften. Die Arbeiten schließen damit direkt an die durch die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina geförderte und veröffentlichte Stellungnahme "Biodiversität und Management von Agrarlandschaften – Umfassendes Handeln ist jetzt wichtig" an.


„Ursachen für den Verlust der Artenvielfalt in Agrar- und Offenland in Deutschland“
(Diese  online-Unfrage ist bereits abgeschlossen)

Info zum Projekt::

Die Artenvielfalt in Agrar- und Offenland wird durch direkte und indirekte Ursachen beeinflusst. Direkte Ursachen haben Einflüsse, die sich unmittelbar auf die Artenvielfalt in Lebensräumen auswirken und diese damit verändern. Indirekte Ursachen sind Entwicklungen oder Faktoren, die auf menschlichen Entscheidungen basieren, aus deren Ergebnissen sich Einflüsse auf die Umwelt ergeben (z.B. Subventionierungen von Mähstreifen entlang von Feldern bestärkt Landwirt*innen solche anzulegen). Die Auswirkungen der direkten und indirekten Ursachen auf den Verlust der Artenvielfalt sind teilweise schwer zu bewerten. Unser Ziel ist es eine Rangfolge und eine Verbindung zwischen den direkten und indirekten Ursachen in ihrem Effekt auf die Artenvielfalt zu erstellen. Außerdem wollen wir Verbindungen zwischen indirekten und direkten Ursachen herstellen. In einem Online Fragebogen werden Expert*innen die Auswirkungen von Ursachen auf die Artenvielfalt in Agrar- und Offenland (Skala -3 bis +3) bewerten. Dabei wird abgefragt welche indirekten Ursachen (Spalte) den größten Einfluss auf die direkten Ursachen (Zeile) haben und wie sicher sie in ihrer Einschätzung sind (Skala A-C). Die anonymisierten Ergebnisse der ersten Runde werden analysiert und der Mittelwert mit Standardabweichung pro Ursache wird allen Expert*innen zur Verfügung gestellt. Basierend auf diesen Ergebnissen, der ersten Runde können die Expert*innen ihre Einschätzung in einer wiederholten online Umfrage, anpassen. Die Ergebnisse sollen in einer wissenschaftlich begutachteten Fachzeitschrift veröffentlicht werden.

In dem Projekt, haben wir das Ziel zu verstehen was den Rückgang der Arten in genannten Ökosystemen verursacht. Bisher fehlen in der Fachliteratur belastbare Werte für den Effekt von Auswirkungen solcher Ursachen. Außerdem gibt es keine wissenschaftlich fundierten Aussagen zu den Verbindungen der indirekten und direkten Ursachen. Da solche Daten schwer zu erheben sind werden wir eine Expertenumfrage erheben. Dazu wenden wir die Delphi Methode auf Grundlage des IDEA Protokolls in einem modifizierten Ansatz an (Hemming et al. 2018; Colson and Cooke 2018).


Studiendesign:

In der Umfrage werden 21 direkte und 19 indirekte Ursachen abgefragt. Diese sind in 7 (für die direkten Ursachen) und 3 (für die indirekten Ursachen) Gruppen (basierend auf der Kategorisierung der IPBES) eingeteilt. Die Liste der direkten und indirekten Ursachen wurde von 20 Expert*innen erstellt während die Reihenfolge der Fragen innerhalb der 3 Abschnitte zufällig sein wird.  

Die Umfrage wird in drei Abschnitte eingeteilt die eine feste Reihenfolge innerhalb selbiger haben. Der erste und zweite Abschnitt verlangt von den Expert*Innen die Auswirkungen der Ursachen (direkte und indirekte) auf die Artenvielfalt in eine Reihenfolge zu bringen. Im dritten und letzten Abschnitt sollen die Expert*Innen eine indirekte Ursache (aus den 3 Gruppen) wählen die den größten Einfluss auf direkte Ursachen hat. Nach jeder Frage in allen 3 Abschnitten werden die Expert*Innen gebeten anzugeben wie sicher er sich mit seiner Einschätzung ist. Am Ende der Umfrage geben wir den Expert*Innen die Möglichkeit für weitere Kommentare und erheben einige demographische Daten (Arbeitsplatz, wie lange sie schon in dem Themenbereich Biodiversität oder Artenvielfalt arbeiten). 

Die Expert*Innen müssen nicht alle Fragen beantworten und am Ende jedes Abschnittes haben sie die Möglichkeit Ursachen zu erwähnen die ihrer Meinung nach fehlen.


Datenschutz:
Die Studienteilnehmer*innen erhalten einen nicht individualisierten LimeSurvey Link über den sie an der Studie teilnehmen können. Dazu müssen sie sich bei LimeSurvey registrieren und es wird ein Token für sie erstellt. Die Teilnehmer*innen erhalten dann eine E-Mail mit einem einzigartigen Token-Code. Nur die E-Mail-Adressen der Teilnehmer*innen werden von LimeSurvey gesammelt, wenn sie ihr Konto erstellen. Die Adressen werden nicht mit ihren Ergebnissen in Verbindung gebracht und die Daten werden von uns anonym direkt von LimeSurvey abgerufen, in einer Excel Tabelle. Da die Daten anonym erhoben werden, kann keiner der teilnehmenden Expert*innen seinen Beitrag widerrufen, da eine Zuordnung zu seinen Eingaben durch uns nicht möglich ist. Es handelt sich entsprechend um eine anonymisierte Studie.


Referenzen:
  • Colson, A.R. & Cooke, R.M. (2018): Expert Elicitation: Using the Classical Model to Validate Experts’ Judgments. Rev Environ Econ Policy 12: 113–32.
  • Hemming V., Burgman M.A. & Hanea A.M., et al. (2018): A practical guide to structured expert elicitation using the IDEA protocol. Methods Ecol Evol 9: 169–80.
 
Erstes Treffen der Kapitelgruppe Agrar am 11. & 12. Oktober 2021 in Freiburg
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