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Wälder als Lebensraum von bedrohten Wildbienen und Wespen

Naturschutzfachliche Eignung von lichten Wäldern als Lebensraum von

bedrohten Wildbienen und Wespen im Vergleich zum Wirtschaftswald
  

 
WaldBild.JPG

Bearbeitung:

Prof. Dr. Alexandra-Maria Klein

Dr. Veronika Braunisch (FVA)

Dr. Jörn Buse (Nationalpark Schwarzwald)

PhD student Tristan Eckerter

Laufzeit:

Januar  2019 -  Dezember 2021

Finanzierung:


Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

Promotionsstipendium


Studien zur Abundanz und dem Artenreichtum von Wildbienen und Wespen wurden Aufgrund ihrer Rolle als Bestäuber und natürliche Schädlingsbekämpfer hauptsächlich in landwirtschaftlich genutzten und urbanen Lebensräumen durchgeführt. Bisher existieren kaum Studien, die zeigen, wie diese auf forstwirtschaftliche Nutzung reagieren. Um die negativen und positiven Effekte verschiedener Baumarten auf die Zusammensetzung der Bienen- und Wespenlebensgemeinschaften zu verstehen werden mehr Studien im Wald benötigt.

Man kann davon ausgehen, dass sich die Artenzusammensetzung in Waldgebieten mit unterschiedlichen Baumarten unterscheidet. Die Baumnutzungsart und Artenzusammensetzung hat einen großen Einfluss auf den Überschirmungsgrad. Dieser beeinflusst in großem Maße die mikroklimatischen Bedingungen und damit die Pflanzengesellschaften des Unterwuchses. Der Unterwuchs wiederum bestimmt das Blühangebot und hat möglicherweise Einfluss auf die Nistqualität. Der Fortpflanzungserfolg der Bienen und Wespen wird zusätzlich durch die Parasitierungsrate kontrolliert. Die Interaktionen zwischen den trophischen Ebenen wird vermutlich durch die unterschiedlichen Baumnutzungsarten und damit der Beschattung beeinflusst.

Pantrapc.JPG

Innerhalb des Projektes werden vergleichende Aufnahmen der Bienen, Wespen und ihrer natürlichen Gegenspieler im Rahmen eines experimentellen Ansatzes (WiNo, ökologische Restauration) im Nationalpark Schwarzwald und durch replizierte Aufnahmen auf drei unterschiedlichen Flächentypen (1) naturnahe Waldwirtschaft, (2) Prozessschutzfläche und (3) Freifläche (Auflichtungsmaßnahmen) im Nord- und Südschwarzwald aufgenommen. Die Flächen wurden im Rahmen der Freiflächenkampagne der FVA (Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt) ausgewiesen und dienen der Beurteilung von lichten Wäldern für verschiedene Artengruppen. Zusätzlich werden auf diesen Flächen Waldstrukturen auf verschiedenen räumlichen Skalen aufgenommen, um nicht nur die zeitliche, sondern auch die räumliche Verfügbarkeit von Blühangeboten und Nistmöglichkeiten abzuschätzen. Folgende Forschungsfragen stehen bei diesem Projekt im Vordergrund:

Wie sieht das Vorkommen von Bienen, Wespen und ihre natürlichen Gegenspieler im bewirtschafteten im Vergleich zu unbewirtschafteten Wäldern aus (Prozessschutzflächen)?

Welche Bedeutung haben kleinräumige, naturschutzfachlich begründete Auflichtungsmaßnahmen in Wäldern für das Vorkommen, Diversität und trophische Interaktionen von Bienen und Wespen?

Welche Bedeutung besitzen Wege und die darauf vorhandenen Blütenpflanzen für Wildbienen in Wäldern?

Wie reagieren die Bienen, Wespen und ihre natürlichen Gegenspieler auf gezielte Strukturanreicherung (stehendes und liegendes Totholz) in bewirtschafteten Wäldern?

Die so gewonnenen Erkenntnisse können als Grundlage naturschutzfachlicher Beurteilungen von Wäldern für Wildbienen und Wespen dienen und die Wichtigkeit von Waldnutzungsarten für einzelne Artengruppen beleuchten. Der Erfolg von konkreten Maßnahmen zur Lebensraumverbesserung wird untersucht, woraus sich Empfehlungen für das Management von Wäldern gewinnen lassen.

Die FVA und der Nationalpark Schwarzwald unterstützen das Projekt während der gesamten Laufzeit.

 

 

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