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Förderung von Bestäubern in Apfelplantagen

Auswirkungen von Habitatstrukturen

auf die Bestäubergemeinschaften in Apfelplantagen

 

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Bearbeitung:

Prof. Dr. Alexandra-Maria Klein

PhD student Vivien von Königslöw

Laufzeit:

September 2017 -  März 2020

Finanzierung:

Bayer CropScience 

 

Projektpartner:

Dr. Christian Maus,
Bayer CropScience, Deutschland
 
Dr. Lars Lehmberg und Michael Zoth, Kompetenzzentrum Obstbau-Bodensee (KOB)

 

Bestäuber spielen eine wichtige Rolle für die Reproduktion von blühenden Pflanzen (s.a Flyer: "Bienen in Apfelanlagen"). Auch viele Kulturpflanzen sind auf Bienen und andere bestäubende Insekten angewiesen, um Früchte auszubilden. So sind z.B. Apfelbäume abhängig von Bestäubung, um hohe Erträge zu erbringen. In der aktuellen Debatte um den Rückgang von Insekten sind Bienen damit wichtige Symboltiere. In Gebieten mit intensiver landwirtschaftlicher Nutzung, so auch im intensiven Apfelanbau, fehlen vielfach Habitate und Ressourcen für bestäubende Insekten. Apfelplantagen bieten zwar während der Apfelblüte viel Nahrung für Bienen und andere Bestäuber. Während der restlichen Saison jedoch sind kaum Nahrungsressourcen vorhanden.

Ziel dieses Projektes ist es deshalb verschiedene Maßnahmen zur Förderung von Bestäubern, insbesondere von Bienen und Schwebfliegen, zu testen und zu vergleichen. Die Maßnahmen sollen zusätzliches Habitat in konventionellen, intensiv genutzten Apfelanlagen schaffen und Bestäuber ganzjährig fördern. Das Projekt findet in der Bodensee-Region statt, wo vielerorts intensiv Obst, v.a. Apfel, angebaut wird. Thesis: "Effects of semi-natural vegetation structures on pollinators and pollination in IPM-apple orchards"

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Übliche Maßnahmen zur Förderung von Bestäubern, v.a. von Bienen, sind beispielsweise Blühstreifen oder Nisthilfen für hohlraumnistende Bienen. Beide Maßnahmen stellen wichtige Ressourcen bereit, einerseits Nahrung und andererseits Nistmöglichkeiten. Blühstreifen bestehen jedoch meist nur temporär und bieten nur Nahrungsressourcen, aber keine Nistmöglichkeiten. Nisthilfen bieten nur einem kleinen Teil der Bienenarten geeigneten Nistraum. Damit bieten beide Maßnahmen nur eingeschränkten Lebensraum für Wildbienen. Heckenstrukturen haben das Potential, langfristig sowohl Nahrungs- als auch Nistressourcen für Bienen und andere Bestäuber bereit zu stellen. Jedoch sind viele Hecken nicht optimal gepflegt und erreichen somit nicht das volle Potential. So fehlt beispielsweise in den meisten Fällen ein Saum mit Wildblumen, der nach der Blüte der Heckensträucher Nahrung bereitstellt.

 

Als Maßnahmen sollen in diesem Projekt getestet und verglichen werden:

  • Aufwertung von Heckenstrukturen (kontinuierliches Blütenangebot)
  • Mehrjährige Blühstreifen
Untersucht werden soll die Abundanz und Diversität von Bienen und Schwebfliegen in den Habitatstrukturen währen der gesamten Vegetationsperiode. Außerdem sollen mögliche positive Effekte für den Apfelanbau durch evtl. erhöhte Blütenbesuche der Apfelblüten analysiert werden.

 

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